Michael Jondral
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Sonntag, 25. August 2013
The Final Countdown
Am 15. September 2007 eröffneten Michael und Bettina Jondral ihr Geschäft für Herrenmode in der Karmarschstraße 37-39. Und: "Karl Karmarsch hätte es gefreut" (siehe Story hier!), verweilten die beiden doch noch etwas länger an dieser Stätte. Aber neben vielen schönen Momenten und netten Nachbarschaften, gab es auch Umstände, die einen reibungslosen und angenehmen Verkauf erschwerten: der Besitzerwechsel der Immobilie, hohe Fluktuation auf den umliegenden Gewerbeflächen, Leerstände, unzumutbare Belästigungen durch die gigantische Baustelle ("das Loch") im rückwärtigen Teil des Hauses.
Ab 7. September 2013 finden Sie Michael Jondral deshalb nun in der Theaterstraße 13, denn Luxus und Lifestyle kauft der Hannoveraner am liebsten im Opern-Carrée... Am letzten Tag im alten Haus sagen wir nicht leise "servus", sondern verabschieden uns mit einem Preisfeuerwerk der Kategorie "Karl Karmarsch hätte es gefreut"!
Besuchen Sie uns zum letzten Mal!
Donnerstag, 23. Mai 2013
E LA NAVE VA
Auf zu neuen Ufern: ab September finden Sie uns in der Theaterstr. 13, mitten im Carrée de l'Opéra. Künftig bieten wir Ihnen unseren Luxus und Lifestyle also dort an, wo der Hannoveraner ihn am liebsten einkauft.
Doch zuvor bedanken wir uns bei unseren treuen Stammkunden mit einem kleinen privaten Räumungsverkauf* "Sale For Friends": -25%.
Samstag, 25.05. - Samstag, 01.06.
Machen Sie vor der Sommerfrische noch ein Schnäppchen. Und nehmen Sie Abschied. Karl Karmarsch hätte es gefreut!
*der reguläre Räumungsverkauf beginnt im Juli.
Sonntag, 23. September 2012
Karl Karmarsch' Welt
Wer kennt das nicht, dieses flaue Gefühl...? Da hastet man über das Trottoir einer schicken Einkaufsstraße, vielleicht die schönste der ganzen Stadt, erfreut sich an dem eleganten Schwung, den der Boulevard macht, ein bißchen an Londons Regent Street erinnernd, und verschwendet kaum einmal einen Gedanken an den Namenspatron. Damit muß jetzt Schluß sein, zumindest in unserer Straße. Der nach Karl Karmarsch benannten.
Der berühmteste, verdienstvollste deutsche Technologe, wurde am 17. Oktober 1803 in Wien von braven, aber nicht sehr bemittelten Eltern geboren. Sein Vater war Schneidermeister und bekleidete als solcher das Amt eines sogenannten Abrichtemeisters, dem die Anweisung und Überwachung derjenigen Gesellen oblag, die mit der Anfertigung ihres Meisterstückes beschäftigt waren. Die nicht immer ganz sorgenfreie Ehe war mit 12 Kindern gesegnet und zwar war unser Karl das zweite. Nach oben ging es nur über ein Studium am Polytechnischen Institut in Wien, das seine Eltern ihm unter großen Entbehrungen ermöglichten.
Bereits 1830 ging er dann als Direktor an die gerade gegründete Höhere Gewerbeschule in Hannover, deren späterer Aufbau zur Technischen Hochschule bis heute mit Karmarschs Namen verknüpft geblieben ist. Er war Hauptlehrer im technologisch-chemischen Fach, 1937 erschien sein opus magnum "Grundriß der mechanischen Technologie". 1846 wurde Karmarsch Ehrenbürger der Stadt Hannover. Er war u.a. Preisrichter bei den ersten Weltausstellungen in London und Paris und Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Karmarsch starb am 24. März 1879. Sein Grab (mit Porträtmedaillon) befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde, Abt. 25a. 1883 wurde in der Georgstraße sein Bronzedenkmal (gestaltet von Oskar Rassau) enthüllt.
Familie Karmarsch gefiele es, was sich dem Flaneur heute alles bietet zwischen Mäntelhaus Kaiser und der Markthalle, zwischen Parfümerie Liebe und dem Alten Rathaus. Keine Frage, wohin es Vater Karmarsch, den Schneidermeister aus Wien (sic!) zöge...
Dienstag, 17. Juli 2012
Das Diminutiv
Das Diminutiv (auch Deminutiv, Diminutivum von lateinisch deminuere ‚verringern‘, ‚vermindern‘) ist die Verkleinerungsform eines Substantivs und dient besonders dessen Verniedlichung, aber auch als Koseform, zur Bildung von Kosenamen oder zur Kontrastbildung („Das ist kein Haus, das ist ein Häuschen!“). Quelle: Wikipedia.
Das "Schnäppchen" ist offenbar das einzige Diminutiv der deutsche Sprache, dessen Stammform "der Schnapp" verlorengegangen scheint. Das Deutsche Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm kannte ihn noch: "schnapp für plötzlichen räuberischen überfall, straszenraub".
Höchste Zeit also, die Stammform wieder herzustellen: "Heute habe ich bei Michael Jondral Herrenmode ein großes Schnäppchen gemacht!" - "Du meinst einen Schnapp." Bei Rabatten bis zu 70% ist die Assoziation zum Straßenraub ja nicht ganz abwegig. Ein Karmarschstraßenraub.
Das "Schnäppchen" ist offenbar das einzige Diminutiv der deutsche Sprache, dessen Stammform "der Schnapp" verlorengegangen scheint. Das Deutsche Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm kannte ihn noch: "schnapp für plötzlichen räuberischen überfall, straszenraub".
Höchste Zeit also, die Stammform wieder herzustellen: "Heute habe ich bei Michael Jondral Herrenmode ein großes Schnäppchen gemacht!" - "Du meinst einen Schnapp." Bei Rabatten bis zu 70% ist die Assoziation zum Straßenraub ja nicht ganz abwegig. Ein Karmarschstraßenraub.
Mittwoch, 12. Oktober 2011
NAP - HAJ
Stimmt schon: Neapel liegt seeeehr weit unten im Süden Europas. Man könnte manchmal meinen, man sei bereits in Afrika - und das liegt nicht nur an den üppigen Palmen... Dennoch sind Gerüchte, die Neapolitaner meinten, ihre Seele würde gestohlen, wenn man sie fotografiert oder filmt, stark übertrieben - auch wenn Paolo und Simone Finamore in unserem Video sich so benehmen, als sähen sie zum ersten Mal einen modernen Camcorder state-of-the-art. Sie sind aber in Wahrheit weltoffene, großzügige Gastgeber, wie wir immer wieder vor Ort erfahren dürfen.
Und: Simone Finamore ist - umgekehrt - auch ein sehr guter Gast! Hier in Hannover bei Michael Jondral Herrenmode. Das nächste Mal am kommenden Wochenende, Freitag und Samstag, 14. und 15. Oktober. Im Gepäck: die allerneusten Finamore-Stoffe und jede Menge Ideen für IHR individuelles Maßhemd made in Napoli. Begrüßen Sie Simone Finamore, besuchen Sie uns in der Karmarschstraße! Kameras sind sind nicht erlaubt, Sie sind also ungestört...
Dienstag, 19. Juli 2011
SALE e pepper
Der Saisonschlußverkauf. Was ist das eigentlich? Da stellen wir uns mal ganz dumm und schreiben bei Wikipedia ab...
Ein Saisonschlussverkauf ist eine Sonderveranstaltung im Einzelhandel mit dem Ziel, durch Rabattaktionen saisonspezifische Waren der abgelaufenen Saison abzuverkaufen und Platz für die Waren der kommenden Saison zu schaffen. In Deutschland wurden die bisher gängigen saisonspezifischen Bezeichnungen für Saisonschlussverkäufe: „Sommerschlussverkauf“ (abgekürzt „SSV“) und „Winterschlussverkauf“ („WSV“) in den Prospekten und Schaufenstern der Geschäfte sowie in ihnen an Ort und Stelle des Verkaufs meistens durch den Anglizismus „Sale“ ersetzt.
Geschichte in Deutschland
Im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vom 7. Juni 1909 wurden Saisonschlussverkäufe erstmals reglementiert. Ein Grund war, dass bis dahin nur Beamte und Werksangehörige die Chancen auf Werksverkäufe hatten. 1950 führte das Bundeswirtschaftsministerium die „Verordnung über Sommer- und Winterschlussverkäufe“ ein. Der Einzelhandel durfte zwei jährliche Saisonschlussverkäufe durchführen: Der Winterschlussverkauf fand jährlich in der letzten Januarwoche und ersten Februarwoche statt, der Sommerschlussverkauf in der letzten Juliwoche und der ersten Augustwoche.
Die Saisonschlussverkäufe hatten eine Dauer von je zwölf Werktagen und waren beschränkt auf saisonabhängige Waren wie Textilien, Bekleidungsgegenstände, Schuhwaren, Lederwaren, Möbelbezugsstoffe und Teppiche, umfassten aber auch Matratzen und bestimmte Sportartikel. Seit Inkrafttreten der Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb vom 1. Juli 2004 können Saisonschlussverkäufe nach Belieben durchgeführt werden und sind nicht auf Saisonwaren beschränkt.
Gegenwärtige Praxis
Es ist üblich, Saisonschlussverkäufe weiterhin zu ähnlichen Zeiten wie bisher durchzuführen, zum einen weil der ursprüngliche Grund für die Einführung von Schlussverkäufen (Wechsel des Warenangebots) weiter besteht, zum anderen weil die Verbraucher sich daran gewöhnt haben, zu diesen Zeiten günstig einkaufen zu können.
Günstig einkaufen können Sie, verehrte Damen, geehrte Herren in den Sommerferien in unserem Geschäft in der Karmarschstraße 37/39, gut zu erkennen an der Fensterbeschriftung SALE. Karl Karmarsch hätte es gefreut...
Sonntag, 12. Dezember 2010
Quiz - die Lösung. Und eine neue Frage!
Unsere heutige Quizfrage richtet sich an die Freunde des Pferderennsports ("Hallo Gregor!"). Beantworten Sie bitte mindestens eine dieser drei Fragen:
- Wie heißt dieses berühmte Rennpferd?
- Wie heißt der - seinerzeit vielleicht weltbeste aber auch umstrittenste - Jockey?
- Wem gehört dieses Gemälde heute?
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| Georg IV. als Prinzregent |
Schlag' nach bei Wiki: Georg IV. ist der Nachwelt unter anderem aufgrund seines ausschweifenden und extravaganten Lebensstils, des zerrütteten Verhältnisses zu seinem Vater und seiner gescheiterten Ehe mit seiner Cousine Caroline von Braunschweig in Erinnerung geblieben. Obwohl er bereits 1785 eine heimliche Ehe mit der zweimal verwitweten und katholischen Maria Fitzherbert geschlossen hatte, heiratete er Caroline von Braunschweig im Jahre 1795. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Schulden so hoch, dass nur eine legale Eheschließung und die damit verbundene Erhöhung seiner Apanage ihn vor dem persönlichen Ruin bewahren konnten.Dem heutigen Prinzen von Wales sind deratige Exzesse fremd. Er ist ja auch kein Hannoveraner. Nein, im heutigen Großbritannien sind Ausschweifungen eher dem untertänigen Pöbel vorbehalten - oder: die Regent Street ist auch nicht mehr das, was sie mal war, als Georg IV. (!) sie erbauen ließ. Da loben wir uns den eleganten, unlängst restaurierten Schwung der Karmarschstraße.
Aber wir schweifen ab. Bitte beantworten Sie jetzt die Quizfrage und senden Sie die Antwort bis zum 18.12.10 an gazzettino@michaeljondral.com. Unter allen richtigen Einsendern verlosen wir ein feines Duftwässerchen. Der Rechtweg ist ausgeschlossen.
Samstag, 24. April 2010
Soeben in Neapel
Es ist Samstagnachmittag in Neapel. Cesare Attolini schaut zufrieden hinaus auf den Golf von Neapel. Soeben hat sein lieber Sohn Massimiliano ihn aus Deutschland angerufen. Aus Hannover. Eine Stadt, die Cesare zwar nicht kennt und eigentlich auch nicht kennen lernen will - nicht wirklich -, aber was er jetzt gehört hat, gefällt ihm: "Erfolgreichste Attolini-Trunkshow in Deutschland, Papa", klang Massimilanos Ruf gerade aus dem alten Bakelit-Telefonhörer (auf italienisch natürlich), "aller Zeiten!"Ja, so war das heute in Neapel und in Hannover in der Karmarschstraße 37/39. Karl Karmarsch hätte es gefreut (warum? darum!).
Donnerstag, 18. März 2010
Adieu Tristesse!
Ausverkauf, Schließung, Neubau, Umzug... - ein paar Wochen lang mußten Hannovers Herren auf unsere Unterstützung Ihres Exterieurs verzichten. Das führte hie und da zu Lotterleben. Am Samstag, 20. März ist Schluß damit! Besuchen Sie uns zur feierlichen Eröffnung von Michael Jondral Herren- und Damenmoden - jetzt mit Cesare Attolini Exclusiv-Abteilung und MJ-Lounge. Aber ziehen Sie sich 'was an!
Freitag, 22. Januar 2010
Hello again!

Architekt und Shop-Designer Joachim Kempf, Chefdirectrice Editha Korth und Michael Jondral vor dem NEUEN Geschäft
Michael Jondral Herrenmode
Michael Jondral Herrenmode
Es ist wie früher mit den karamellhaltigen Schokoladenriegeln: Aus Raider wurde Twix, sonst ändert sich nix. Am 27. März eröffnen wir unser NEUES Geschäft für Herrenmoden! Aber keine Bange, Sie werden uns nicht lange suchen müssen: Befinden wir uns jetzt rechts von Villeroy&Boch, beziehen wir dann das Ladenlokal links von unserem alten, neuen Nachbarn.
Nach über zwei Jahren äußerst erfreulicher Entwicklung und einer stetig steigenden Anzahl treuester Stammkunden haben wir uns entschlossen, gleich zu Beginn dieser neuen Dekade ein Zeichen zu setzen: Auf einer vergrößerten Verkaufsfläche, mit einer zusätzlichen MJ-Lounge in der ersten Etage und viermal längerer Schaufensterfront (damit Sie immer schon von draußen sehen, was wir Ihnen bieten) erweitern wir gleichsam unser Sortiment: Stone Island und C.P. Company bedeuten ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber die Gitman Brüder aus den USA mit ihren famosen Vintage-Hemden sind neu in der Stadt. Cesare Attolini bekommt endlich genug Platz, um auch die immer mehr nachgefragten Luxus-Stoffe umfassend präsentieren zu können. Und: auch für die Damen haben wir in Florenz und Mailand eingekauft - ein kleines, feines Programm, exklusiv betreut von Bettina Jondral.
Dipl.-Ing. Joachim Kempf, Gründer und Inhaber des Atelier Kempf wird auch diesen Showroom mit seiner einprägsamen Handschrift gestalten. Doch Sie, verehrte Freunde des Hauses dürfen sich zunächst auf einen Räumungsverkauf in alter Umgebung freuen, wo Sie so manches Schnäppchen machen können. Wir informieren an dieser Stelle über Termine und Dauer unserer geplanten Aktionen zum Aus- und Umzug. Hello again!
Nach über zwei Jahren äußerst erfreulicher Entwicklung und einer stetig steigenden Anzahl treuester Stammkunden haben wir uns entschlossen, gleich zu Beginn dieser neuen Dekade ein Zeichen zu setzen: Auf einer vergrößerten Verkaufsfläche, mit einer zusätzlichen MJ-Lounge in der ersten Etage und viermal längerer Schaufensterfront (damit Sie immer schon von draußen sehen, was wir Ihnen bieten) erweitern wir gleichsam unser Sortiment: Stone Island und C.P. Company bedeuten ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber die Gitman Brüder aus den USA mit ihren famosen Vintage-Hemden sind neu in der Stadt. Cesare Attolini bekommt endlich genug Platz, um auch die immer mehr nachgefragten Luxus-Stoffe umfassend präsentieren zu können. Und: auch für die Damen haben wir in Florenz und Mailand eingekauft - ein kleines, feines Programm, exklusiv betreut von Bettina Jondral.Dipl.-Ing. Joachim Kempf, Gründer und Inhaber des Atelier Kempf wird auch diesen Showroom mit seiner einprägsamen Handschrift gestalten. Doch Sie, verehrte Freunde des Hauses dürfen sich zunächst auf einen Räumungsverkauf in alter Umgebung freuen, wo Sie so manches Schnäppchen machen können. Wir informieren an dieser Stelle über Termine und Dauer unserer geplanten Aktionen zum Aus- und Umzug. Hello again!
Mittwoch, 20. Januar 2010
Sag' zum Abschied leise "Servus"...
Nach knapp zweieinhalb Jahren gehen in unserem Shop nun langsam die Lichter aus. Wie es danach weiter gehen soll mit der Grundversorgung der hannoverschen Herren? Wir werden an dieser Stelle berichten!
Donnerstag, 19. November 2009
Zu Gast in Hannover...
Heute zu Gast im Shop: Kiton CEO Antonio di Matteis mit seinem Statthalter Harry Breidt - die Signori überbrachten sehr interessante Neuigkeiten über eine neue Vintage-Kollektion aus Neapel...
Bereits gestern zu Gast: Dieter Kuckelkorn (im Foto rechts), hier im Gespräch mit Thomas Lasser (T.O.L.D. Racing) und Michael Jondral. Man darf sich jetzt schon auf die nächste Frühjahrskollektion von D.K. freuen - natürlich bei Michael Jondral Herrenmoden!
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Karl Karmarsch' Welt - # 4
Also, wir haben uns immer sehr wohl gefühlt bei Ricus Aschemann. In seinem Panama Kaffee, Wand-an-Wand von unserem Shop. Aber leider war diese vielleicht attraktivste und hochwertigste Kaffeebar der Stadt irgendwann wirtschaftlich nicht mehr tragbar für den innovativen Wirt. An seiner Stelle, diesmal sozusagen an Stelle Davids, hat nun ein - nach lokalen Maßstäben - durchaus Goliath zu nennender Mitbewerber den Laden übernommen. Und so begrüßen wir das hannoversche Traditionshaus Machwitz als neuen Nachbarn und als unseren Hoflieferanten mit Kaffeespezialitäten aller Art.
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung schrieb am 20.10.09 zu der Nouvelle: In die facettenreiche Welt des Kaffeegeschmacks können Genießer bei „Machwitz“ in der Karmarschstraße 48 eintauchen. Die traditionsreiche Kaffeerösterei, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg ihr erstes Geschäft in Hannover eröffnete, bietet in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Panama-Cafés“ seit dem 10. Oktober Kaffee aus aromatischen Sorten wie „Äthiopien Mocca-Sidamo“ und „Mexico Maragogype“ an. In dem im Landhausstil eingerichteten Café kann man sich die Getränke auch zu hauseigenem Kuchen schmecken lassen.
Und wir hoffen, daß Machwitz von Gastronomie genau soviel versteht wie vom Kaffeerösten. Denn dann würde unser neuer Nachbar ein Hit!
Dienstag, 8. September 2009
Karl Karmarsch' Welt - # 3
Herren Rasper, Kroth und Kayser (v.l.) kaufen Teigwaren
NobilisAls Nobilis, das Magazin für "Lebensart aus Hannover", vor Jahren vom Wolf Grütter Verlag zur Schlüterschen Verlagsanstalt wechselte, wurden im Heft einige Seiten frei, die zuvor regelmäßig mit Berichterstattungen über den Herausgeber angefüllt waren. In einem Haus, das seit über einem Vierteljahrtausend das evangelische Kirchengesangbuch herausgibt, mußte man nicht lange überlegen, wie die Lücke zu füllen sei: Mit Kulinarik! Und so kümmern sich in der Nobilis gleich zwei rasende Reporter um die hiesige Lokalszene - Henry Kayser und Robert Kroth.
Nobilis
In der aktuellen Ausgabe des Blattes machen sie etwas, was bei Thomas Gottschalk wohl "Außenwette" hieß. Sie schlendern mit dem Koch Oliver Rasper über Märkte und durch Läden in der hannoverschen City und lassen sich - oft gut versteckte - kulinarische Trouvaillen zeigen, die freilich für den Spitzenkoch quasi das tägliche Brot sind. Das ist in diesem Fall für den Leser besonders interessant, denn Oliver Rasper läßt seine Kunst leider seit einigen Jahren sonst nur noch im Verborgenen blühen - in den oberen Etagen der Norddeutschen Landesbank.
Nobilis
Schön und gut, werden Sie jetzt denken, aber was hat der Marktkauf mit Style&Fashion zu tun? Nun, erstens sind unsere drei Freunde makellos und stilvoll gekleidet - aber das nur am Rande -, denn zweitens werden sie auf der Suche nach der weltbesten Pasta (dt. Nudel) ausgerechnet bei Michael Jondral fündig. Die Fettucce, Bucatini, Pappardelle und Spaghettini von Setaro hatte Jondral vor Jahren bei einem privaten Essen in Neapel kennen gelernt, importiert sie seither direkt aus Torre Annunziata am Golf und hat schon viele Connaisseure, wie den Herrn Rasper, von seiner Entdeckung überzeugen können. Was es mit der Pasta auf sich hat, lesen Sie weiter hier: Setaro. Die kleine Feinschmecker-Brigade zog es indes weiter zum Fischhändler. Karl Karmarsch hätte es gefreut.
Freitag, 4. September 2009
Karl Karmarsch' Welt - # 2
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Da kann man lachen: Hans G. Bock (links), Shop-Directrice Editha Korth und Albrecht von Blücher (rechts) finden es offenbar unglaublich komisch, daß es nur noch einen passenden Cashmere-Pulli von Darmon gibt, obwohl doch beide Herren einen haben wollen - in viola mit lila patches - und bereits kräftig daran zerren. Nur Michael Jondral scheint den Ernst der Lage erkannt zu haben, wie sein skeptischer Blick verrät.
Wie die Geschichte ausging? Nun, Deutschlands Inneneinrichter des Jahres 2009 und sein Widerpart, der legendäre Doyen unserer Agenturszene, blieben gewohnt soigniert. Der eine kaufte den Pulli, aber nicht für sich, sondern "als Geschenk", der andere verzichtete zugunsten einer Fliege von Altea. "Fertig gebunden, eigentlich ein no-go, aber für Herrn Jondral drückt man mal beide Augen zu..." Karl Karmarsch hätte es gefreut.
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100% cashmere
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Schottisches Tartan,
das hat mit Schabemett nichts zu tun
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Mittwoch, 2. September 2009
Karl Karmarsch' Welt - # I
Wer kennt das nicht, dieses flaue Gefühl...? Da hastet man über das Trottoir einer schicken Einkaufsstraße, vielleicht die schönste der ganzen Stadt, erfreut sich an dem eleganten Schwung, den der Boulevard macht, ein bißchen an Londons Regent Street erinnernd, und verschwendet kaum einmal einen Gedanken an den Namenspatron. Damit muß jetzt Schluß sein, zumindest in unserer Straße. Der nach Karl Karmarsch benannten.
Der berühmteste, verdienstvollste deutsche Technologe, wurde am 17. Oktober 1803 in Wien von braven, aber nicht sehr bemittelten Eltern geboren. Sein Vater war Schneidermeister und bekleidete als solcher das Amt eines sogenannten Abrichtemeisters, dem die Anweisung und Überwachung derjenigen Gesellen oblag, die mit der Anfertigung ihres Meisterstückes beschäftigt waren. Die nicht immer ganz sorgenfreie Ehe war mit 12 Kindern gesegnet und zwar war unser Karl das zweite. Nach oben ging es nur über ein Studium am Polytechnischen Institut in Wien, das seine Eltern ihm unter großen Entbehrungen ermöglichten. Bereits 1830 ging er dann als Direktor an die gerade gegründete Höhere Gewerbeschule in Hannover, deren späterer Aufbau zur Technischen Hochschule bis heute mit Karmarschs Namen verknüpft geblieben ist. Er war Hauptlehrer im technologisch-chemischen Fach, 1937 erschien sein opus magnum "Grundriß der mechanischen Technologie". 1846 wurde Karmarsch Ehrenbürger der Stadt Hannover. Er war u.a. Preisrichter bei den ersten Weltausstellungen in London und Paris und Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Karmarsch starb am 24. März 1879. Sein Grab (mit Porträtmedaillon) befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde, Abt. 25a. 1883 wurde in der Georgstraße sein Bronzedenkmal (gestaltet von Oskar Rassau) enthüllt.
Familie Karmarsch gefiele es, was sich dem Flaneur heute alles bietet zwischen Mäntelhaus Kaiser und der Markthalle, zwischen Parfümerie Liebe und dem Alten Rathaus. Keine Frage, wohin es Vater Karmarsch, den Schneidermeister aus Wien (sic!) zöge... Sohn Karl hingegen, heutzutage würde man ihn wohl als Nerd bezeichnen, hätte gewiß seine Freunde an den blitzblanken Dampfmaschinen bei Espresso Plus, dem führenden Fachgeschäft seiner Art in ganz Norddeutschland (Karmarschstraße 48).
Das Prinzip einer Espressomaschine wird sehr schön deutlich an dem allerneuesten gadget im mitunter etwas verwirrenden Kosmos des Ladeninhabers Klaus Hünecke: Die "Handpresso"- die kleinste Espressomaschine der Welt, die einen hervorragenden Espresso bietet, wo und wann immer man es möchte. Das witzige Teil funktioniert wie eine Luftpumpe, baut einen Druck von 16 bar auf und ist viel mehr als nur ein Gag. Wir haben es ausprobiert und müssen sagen: Buono! In Hannover nur hier. Karl Karmarsch hätte es gefreut.
Espresso Plus Shopkeeper Hünecke mit Handpresso-Set, bestehend aus Handpresso, Etui, Thermosflasche und zwei Outdoor Tassen (die junge Dame wollte incognito bleinen)
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