Michael Jondral
Mittwoch, 21. April 2010
An Tagen wie diesen...
Wenn wir uns heute wiederholen - in unserem 187. Post seit Beginn dieses Blog -, dann nicht, weil uns die Ideen ausgehen. Nein, aber dieses Video von Joel Bauer muß einfach ab und an gespielt werden. Es ist millionenfach angeklickt worden und - nein! - es ist keine Satire, kein Comedy, der Mann meint es ernst. Und wenn wir ganz ehrlich sind... - dann hat er sogar Recht!
Montag, 19. April 2010
Sonntag, 18. April 2010
Das ganze Leben ist ein Quiz - die neue Ausgabe!
Am heutigen Sonntagmorgen war es soweit: der 40.000ste Besuch auf unserem Blog. Schade, daß man im Web 2.0 seinen Jubiläums- besucher nicht mit einem Blumenstrauß an der Tür begrüßen kann. Aber zur Feier des Tages gibt es wieder das, was unsere regelmäßigen Leser so sehr lieben - das Quiz.
Diesmal suchen wir das Geschäft, das sich - buchstäblich - hinter diesem Schild verbirgt. Und die genaue Frage lautet: Warum schließt dieser Laden jeden Tag ausgerechnet pünktlich um 17:25 Uhr?
Antworten bitte bis zum 24.04.10 an gazzettino@michaeljondral.com. Zu gewinnen gibt es einen außergewöhnlichen Herrenduft aus unserer Parfümerieabteilung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der bedeutendste Brite diesseits der Rentengrenze
Apropos F.A.Z. und ihr Feuilleton: Edo Reents hat sich das neue Album von Paul Weller angehört und stellt - ebenfalls in der Samstagsausgabe der Zeitung - fest, "'Wake Up The Nation' ist ein akustisches Attentat und das Gewalttätigste, das dieser unberechenbare Rockmusiker - der bedeutendste Brite diesseits der Rentengrenze - bisher unternommen hat".
Hier ein älterer Song von Paul Weller, Ex The Jam, Ex The Style Council, der gleichsam gut in diesen Fashion-Blog paßt: "Black Is The Colour".
Hier ein älterer Song von Paul Weller, Ex The Jam, Ex The Style Council, der gleichsam gut in diesen Fashion-Blog paßt: "Black Is The Colour".
Samstag, 17. April 2010
Geotagging
The Next Big Thing im Web 2.0: Geotagging. Zum Beispiel bei Foursquare. Und so sieht das aus im Falle des besten Herrenausstatters Deutschlands*: http://foursquare.com/venue/1037273
Freitag, 16. April 2010
Grounded
Ob in einer GV von NetJets oder auf Sitz 23E in Ryanair - vor der isländischen Vulkanasche sind alle Menschen gleich. An diesem WE wird mal nicht geflogen. Oder wie es bei Björg heißt: "Stingrays are floating across the sky." Ansonsten bleibt der Himmel leer. Lauschen wir ein wenig der isländischen Chanteuse...
Donnerstag, 15. April 2010
Hilferuf aus Bärlin

Berlin - aus sartorialer Sicht eine Trümmerwüste, hier der Alexanderplatz
Über ein Forumsbeitrag im Blog Stilmagazin (siehe auch unsere Blogroll rechts) erreichte uns heute ein dramatischer Hilferuf aus der Hauptstadt. Aber lesen Sie selbst:
Berlin ist eine tolle Stadt! Ich lebe gerne da. Aber es ist, aus dem Blickwinkel eines Liebhabers feiner Herrengarderobe, die sich weniger an den schicken Labels, sondern an gutem, zumal italienischem Handwerk orientiert, leider eine Wüste.
Berlin hat viel zu viel vom Immergleichen. Ich bekomme Ralph Lauren im KaDeWe, bei Peek & Cloppenburg, bei Ansons, bei Galery Lafayette. Dito Hilfiger, Lacoste, van Laack. Im preislichen High End haben wir zwar einige Läden, die vieles bieten: Kein Problem, in Berlin Armani, Prada, Gucci etc. zu bekommen. Doch wenn ich mich auf Suche mache nach Borelli-Hemden, wird es schon eng. Die schöne neapolitanische Hemdenfirma Finamore führt in ganz Berlin niemand. Eine Krawatte von Roda zu kaufen, gar eine schöne (typisch italienische) Strickkrawatte in Cashmere - ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt ein einziges Geschäft, da finde ich auch z.B. mal eine Marke wie Caruso. Aber da hängt dann ein Jacket...Das war's! Traurig, traurig!
Warum ist das in Berlin so? Wie kann es sein, dass es z.B. in Hannover gar mehrere solcher Geschäfte gibt, von denen ich träume? Geschäfte, die das Besondere haben? Die kleinen, aber feinen Hersteller? Die Marken, die keiner kennt, die aber tolles Design, gutes Handwerk bieten? Im besten Fall sogar noch bezahlbar sind? Hemden von Finamore, Jacketts von Messagerie, Strümpfe von Bresciani?
Ich habe nix gegen Etro, Prada, und Gucci. Aber ich will auch was anderes sehen als Etro, Prada und Gucci. Eine grauenhafte sartoriale Monokultur! Zurück nach Hannover: Möller&Möller, Schlösser und natürlich Michael Jondral. Herrliche Geschäfte!
Und da ich neulich in einem Interview mit Michael Jondral las, dass er davon träume, ein Geschäft mit Attolini zu eröffnen, rufe ich jetzt: Das braucht es gar nicht!!! Einfach einen zweiten Michael-Jondral-Laden in Berlin aufmachen! Jondral nach Berlin! Das muss die Parole sein! Lieber Herr Jondral: Einen treuen Kunden haben Sie jetzt schon - und das, obwohl sie noch gar nicht da sind.
A.E.
Mittwoch, 14. April 2010
Die Schuhe des Herrn Kuckelkorn

Dieter Kuckelkorn: Ein guter Schuh ist kein kurzlebiges Konsumgut, das heute getragen und morgen weggeworfen wird. Er geht nicht mit der Mode und überholt sich nicht. Ein guter Schuh begleitet Sie über Jahrzehnte.
Dieter Kuckelkorn ist in der Stadt. Zu einer Kollektionsvorlage in der Karmarschstraße 37/39. Um Sie, verehrte Herren, auf dieses recht neue Produkt in unserem Warenportfolio einzustimmen, zitieren wir hier interessante Betrachtungen und Informationen von Dieter Kuckelkorns eigener Website:
Wie ein Dieter Kuckelkorn Schuh entsteht, das ist eine lange Geschichte... Das aufwendige Herstellungsverfahren, nach dem unsere Schuhe gefertigt werden, hat sich im Laufe vieler Jahrzente kaum verändert. Bei rahmengenähtem Schuhwerk sind Schaft, Rahmen und die zwei bis drei Sohlen nicht verklebt, sondern rundum (360 Grad) zweimal vernäht. Der Leisten bestimmt die Form und damit den Charakter eines Schuhs. Bei Dieter Kuckelkorn sind 28 verschiedene Paßformen im Einsatz, für größte Vielfalt und Individualität. 12 bis 14 Tage muss der Schaft auf dem Leisten ruhen, um sich der Leistenform perfekt anzupassen.
Dieter Kuckelkorn arbeitet in aller Welt nur mit den besten Gerbereien zusammen. Vor Ort werden die Leder kritisch geprüft. Für jedes Paar Schuhe immer nur ein und dieselbe Lederhaut verwendet, diese wird einzeln manuell zugeschnitten. Die Oberleder sind naturbelassen. Dadurch wird der Schuh atmungsaktiv. Auf traditionelle Weise werden die Ledersohlen sechs bis acht Monate lang in Eichellohe grubengegerbt. Zwischen Oberleder und Futter werden an den Außenseiten von der Vorderkappe bis zur hinteren Lederkappe Überstände verarbeitet. Diese halten den Schuh in Form und unterstützen den Fuß beim Abrollen. Pechdraht ist ein Faden, der um eine chinesische Schweineborste gedreht und danach gewachst wird. Er wird zum Vernähen der Schuhe, dem sogenannten Doppeln, verwendet. Dadurch ist die Sohlenfixierung gewährleistet.
Warum stehen wir auch in Zukunft zum klassischen Schuhhandwerk?
Klassisches Schuhhandwerk - das bedeutet für uns viel mehr, als nur die Schuhfertigung mit traditionellen Mitteln. Es kennzeichnet unsere Einstellung zum Schuh, unser Selbstverständnis als Schuhmacher. Eben all das, was in unseren rahmengenähten Schuhen steckt: Know-how, Können, Sorgfalt. Und sehr viel Zeit. So kommt es, dass Dieter Kuckelkorn Schuhe nicht nur für eine Modesaison gemacht sind - sondern für viele Jahre.
Welche Wirkung hat ein guter Schuh auf den hat, der ihn trägt?
Von der Wahl der Materialien bis zur Fertigstellung - Präzision bestimmt bei uns jeden einzelnen Arbeitsgang. Die Perfektion zeigt sich nicht nur im ästhetischen Auftritt. Sie bekommen sie auch zu spüren. Unterschiedliche Leisten sorgen für optimale Paßform. Eine Korkausballung, die zwischen Lederbrand- und Lederlaufsohle verarbeitet wird, entlastet Wirbelsäule und Gelenke. Und offenporige, naturbelassene Leder lassen die Füße atmen. Aber Vorsicht - auch eine andere Wirkung dürfen Sie nicht außer Acht lassen: Sie werden keinen anderen Schuh mehr tragen wollen.
Woraus wird ein perfekter Schuh gemacht wird und wie findet man das richtige Leder? Ein Schuh ist immer soviel wert wie der Stoff, aus dem er gemacht ist. Deshalb werden die Lederhäute handverlesen - und nur die hochwertigsten ausgewählt. Jeder kleine Bestandteil ist wie das große Ganze: Erstklassig.
Was braucht man für einen guten Schuh? Umfassendes Wissen, hohes handwerkliches Können, langjährige Erfahrung. Und viel, viel Geduld.
Warum geht bei Schuhwerk nichts über Handwerk?
So viele manuelle Arbeitsgänge erledigt man nicht an einem Tag. Sorgfälltige Handarbeit braucht Zeit - und die nehmen wir uns: So dauert es sechs bis acht Wochen, bis ein Paar rahmengenähter Schuhe fertiggestellt ist. Doch dann können Sie sichergehen, dass es allen Erwartungen standhält.
Wie erkennt man einen Dieter Kuckelkorn Schuh?
Drehen Sie ihn um. Unter allen unseren Schuhen finden Sie die typische Doppelnaht, die Rahmen und Laufsohle verbindet. Und natürlich den Namen: Dieter Kuckelkorn.
Freitag, 9. April 2010
Der Heilige Crispin
Michael Rollig zeigt heute und morgen in der Karmarschstraße seine Saint Crispin's Schuhkollektion. Hier ein Blick in seine Werkstatt in Kronstadt/Rumänien.
Never Mind The Bollocks
Gründer der Sex Pistols, vulgo Gründer des "Punk". Ehemann von Vivienne Westwood. Erfinder diverser fusion-styles, wie z.B. hier (siehe Video) Aria-goes-Pop. Mit 64 Jahren starb jetzt ein Gentleman, eine Stilikone, ein Individualist, ein Musikgenie. Der große Malcom McLaren ist leider tot.
Dienstag, 6. April 2010
Schmäh
Das schönste an Wien ist das Café Hawelka im 1. Gemeindebezirk. Und warum? „Letzten Endes nur deshalb, weil Herr Hawelka nicht renoviert“, wußte schon Heimito Ritter von Doderer. Ein eleganter Herr kann allerdings für sich nicht in Anspruch nehmen, was für ein Caféhaus gerade noch charmant sein mag. ER sollte durchaus regelmäßig an seinem Exterieur arbeiten.
Und das bringt uns zur zweitschönsten Sache Wiens: Den Leisten von Schuster Michael Rollig. Mit der nach dem Schutzpatron seiner Zunft, dem Heiligen Crispin, genannten Kollektion ist Herr Rollig in dieser Woche bei uns zu Gast. Kommen Sie bitte dazu und lassen sich beraten. Ein bißchen Wiener Schmäh ist ja nie zu verachten!
Saint Crispin's
Freitag, 9. April & Samstag, 10. April
Samstag, 3. April 2010
Frohe Ostern aus der Bretagne!
Wir wünschen unseren Lesern ein schönes Osterfest. Damit Ihr Osterlamm noch ein bißchen besser gelingt hier ein kleiner "Kochkurs".
Donnerstag, 1. April 2010
Hinter jedem erfolgreichen Mann
"Der Unterschied zwischen einem Arbeitsplatz und einer Karriere besteht in mindestens zwanzig Stunden Arbeit mehr in der Woche", wußte schon Henry Ford. HighLife, das berühmte internationale Magazin, befragt in seiner aktuellen Ausgabe zehn Persönlichkeiten nach ihren Erfolgsrezepten, darunter Aston-Martin-CEO Ulrich Bez, Werner Baldessarini, BRABUS-Chef Bodo Buschmann und...: Michael Jondral. Seinen Fragebogen gibt es hier in Gazzettino zum Nachlesen. Das ganze Heft gibt es u.a. in unserem Geschäft in der Karmarschstraße.
1. Auf welche eigene Leistung sind Sie besonders stolz?
Gründung des eigenen Geschäftes und meine beiden Kinder (was beides nur mit der großartigen Unterstützung meiner Frau möglich war).2. Woraus schöpfen Sie Ihre Motivation?
Aus dem Drang.
3. Wie können Sie am besten entspannen?
Beim Lesen und Musik hören – Jazz vom Label ECM und immer wieder Miles Davis.
4. Was verstehen Sie unter Stil?
Guter Stil drückt sich in vielen Bereichen aus. Meiner Profession entsprechend ist natürlich die Bekleidung hier sehr wichtig. Sie sollte die Persönlichkeit der Trägers unterstreichen und immer von bester handwerklicher Verarbeitung sein. Nie zu laut und vordergründig, eher im Detail aufmerksam und spannend. Frei nach dem Zitat meines väterlichen Freundes und Kunden Albrecht von Blücher: „Nur wer die Form beherrscht darf mit ihr spielen.“
5. Glauben Sie, dass Stilempfinden eine Frage der Gene ist oder kann man es erlernen?
Natürlich hat Stil eine Veranlagung, das Elternhaus prägt. Doch kann man auch vieles erlernen. Gutes zu- und abschauen (hier sei es erlaubt) ermöglichen, den Stil für sich zu erfinden und zu festigen. Stilikonen wie Gianni Agnelli, der große neapolitanische Komödiant Toto, Vittorio de Sica, Steve McQueen, Cary Grant oder oder oder. Es gibt immer Dinge, die man bei diesen Persönlichkeiten abschauen kann.
6. Was würden Sie sagen, womit sich ein Mann schmücken darf?
Außer natürlich mit einer schönen Frau, mit einer schönen Armbanduhr, mit handgenähten Anzügen (aus dem Atelier Cesare Attolini, Napoli), einer Krawatte, bestem Schuhwerk und einem Stofftaschentuch in der Hosentasche.
7. Lieben Sie außergewöhnliche Uhren und wenn ja, welches ist Ihr Lieblingsstück?
Meine persönliche Lieblingsuhr ist meine Rolex GMT-Master aus dem Jahre 1991. Nächster Wunsch: eine Patek Philippe Calatrava Ref. 5296G.
8. Was war Ihr schönster Lustkauf?
Ein Paar violafarbene Loafer von Car Shoe auf Capri – allerdings kein Kauf, sondern ein Geschenk meiner Frau.
9. Haben Sie noch einen Traum, den Sie sich erfüllen möchten?
Einen Cesare Attolini Shop mit meinen Freunden Massimiliano und Giuseppe in einer europäischen Metropole zu verwirklichen.
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